Weltfrauentag: 5 Frauen aus Malaga, die Geschichte geschrieben haben

 Tags: Kultur

Von der berühmten María Zambrano bis zur Ikone Pepa Flores (Marisol). Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März möchten wir an einige der Frauen aus Malaga erinnern, die Geschichte geschrieben haben.

 

Teresa Azpiazu y Paul: die erste Stadträtin der Stadtverwaltung von Malaga

Teresa Azpiazu

Teresa Azpiazu (Cadiz, 1862 - Malaga, 1949) war die erste Stadträtin im Rathaus von Malaga. Außerdem arbeitete sie als Lehrerin in den Normal de Maestras, wo sie mehr als 13 Jahre lang die Direktorin war. Gleichzeitig war Teresa Azpiazu auch Schriftstellerin, Dozentin, Kolumnistin und Mitarbeiterin mehrerer Zeitschriften. Als unermüdliche Feministin hat sie nie aufgehört, für die Rechte der Frauen und der am meisten Benachteiligten zu kämpfen. Sie verteidigte das Recht der Frauen, jeden Beruf unter gleichen Bedingungen wie die Männer auszuüben. Teresa Azpiazu war eine sehr wichtige Figur im kulturellen und sozialen Leben der Stadt und die vierte Frau, die der Akademie der Wissenschaften angehörte.

 

Victoria Kent: die erste Frau in der Anwaltskammer von Madrid 

Victoria Kent

Victoria Kent (Malaga, 1891 - New York, 1987) wurde in eine bescheidene Familie geboren und dank ihrer humanitären Initiativen bald bei den gehobeneren Klassen in Malaga beliebt. Obwohl sie sich als Kind weigerte, zur Schule zu gehen (es war ihre Mutter, die ihr das Lesen und Schreiben beibrachte), studierte sie später an der Escuela Normal de Maestros. 1920 zog sie nach Madrid, um sich an der juristischen Fakultät einzuschreiben (obwohl es zu dieser Zeit nicht üblich war, dass Frauen das Haus der Familie verließen, außer um zu heiraten oder in ein Kloster einzutreten). Somit war sie die erste Frau, die sich 1925 in der Anwaltskammer von Madrid einschrieb. Sie war auch die erste Frau, die als Anwältin vor einem Militärgericht praktizierte und eine der ersten Frauen, die sich in der Politik betätigte: 1931 erhielt sie einen Sitz als Abgeordnete der Sozialistischen Radikalen Partei in Madrid im konstituierenden Parlament.  

 

María Zambrano: die erste Frau, die den Cervantes-Preis erhielt

María Zambrano

María Zambrano (Velez-Malaga, 1904 - Madrid, 1991) ist eine der berühmtesten Frauen in der Geschichte Malagas sowie eine der bedeutendsten Denkerinnen und Philosophen Spaniens aller Zeiten. Ortega y Gasset war einer ihrer Lehrer während ihrer Jahre als Philosophiestudentin. Während des Bürgerkriegs kollaborierte María Zambrano mit der republikanischen Seite und wurde nach Kriegsende ins Exil gezwungen. Ein halbes Jahrhundert lang lebte sie in verschiedenen Städten wie Paris, New York und Havanna und ließ sich schließlich in Mexiko nieder, wo sie an der Universität von San Nicolás de Hidalgo in Morelia Philosophie lehrte. 1981 erhielt sie den Preis des Prinzen von Asturien. Sie wurde auch von der Universität Malaga zur Ehrendoktorin ernannt und erhielt 1988 als erste Frau den Cervantes-Preis.

 

Ana Carmona: die erste Fußballerin

Ana Carmona

Die Geschichte von Ana Carmona (Malaga, 1908 - Malaga, 1940) ist die der ersten Fußballerin Spaniens. Unter dem Pseudonym "La Veleta" gab Ana Carmona vor, ein Mann zu sein, um ihre große Leidenschaft zu genießen. Zwischen 1920 und 1930 kam Ana zu Sporting de Málaga und um dies zu erreichen, konnte sie auf die Hilfe und vor allem die Diskretion vieler ihrer Mannschaftskameraden zählen, da Frauen zu dieser Zeit keinen Fußball spielen konnten

 

Pepa Flores, ‘Marisol’:das “Wunderkind” des spanischen Kinos

marisol (1)

Pepa Flores (Malaga, 1948) galt vielen als die legendärste Schauspielerin des spanischen Kinos. Sie war ein Wunderkind und eine Ikone der 60er Jahre. Bereits mit 12 Jahren trat sie mit dem Film "Un rayo de luz" (1960) (Ein Lichtstrahl) ins Showgeschäft ein. Mit diesem Film gewann sie bei den Filmfestspielen von Venedig den Preis für Kinderfilminterpretation. Während ihrer Kindheit (1960 - 1969) drehte sie 12 Filme, unter denen die berühmte "Tombola" hervorzuheben ist. In den Jahren 1972 - 1975 entwickelte sich aus der kindlichen Marisol eine sinnliche junge Frau. "La corrupción de Chris Miller" (Die Korruption von Chris Miller), "La chica del Molino Rojo" (Das Mädchen der roten Mühle) und "El poder del deseo" (Die Macht des Verlangens) waren einige der Spielfilme, die zu dieser Zeit auf Englisch gedreht und später auf Spanisch synchronisiert wurden. 1985 änderte sie ihren Künstlernamen in 'Pepa Flores'. Ihre musikalische Karriere umfasst zudem etwa 500 Lieder, die auf Italienisch, Portugiesisch, Französisch, Englisch, Deutsch und sogar Japanisch aufgenommen wurden. 1986 beschloss sie, sich aus ihrem künstlerischen Leben zurückzuziehen und in ihre Heimatstadt Malaga zurückzukehren. 2020 erhielt Pepa Flores die größte Anerkennung im spanischen Kino: den Ehrengoya der Filmakademie. Anlässlich dieser Auszeichnung ehrt Malaga in diesem Jahr seine internationalste Schauspielerin mit der Ausstellung "Marisol, mi vida es Mía" (Marisol, mein Leben gehört mir), die noch bis zum 5. April im Stadtarchiv von Malaga zu sehen ist.

 

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